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Bayrisches Obazda-Tiramisu

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Hallo ihr Lieben.

Ich komme gerade von einem langen Schlemmerwochenende. Meine liebe Schwester und meine Tante feierten Geburtstag. Bei der letzten Geburtstagsparty hatte ich einen Plan ausgeheckt. Ich wollte für die „ich mag das süße Zeug doch nicht so gern“-Gäste ein ganz spezielles Leckerchen erstellen. Ein bayrisches Tiramisu war der Plan, den ich für dieses Wochenende dann auch tatsächlich umgesetzt habe.

Ein veganes Tiramisu Rezept brachte mich auf die Idee… na zumindest wurde dieses süße Tiramisu mit Zwieback gemacht. Da es einen ganz tollen Vollkornzwieback ohne Zusatz von Zucker bei Rossmann gibt dachte ich weiter an dieser Idee und kam dann letztendlich zu diesem Rezept hier.

Da ich selbst nicht so der Fan von Bier und Obazda bin kann ich selber kein direktes Urteil darüber abgeben, aber den anderen scheint es geschmeckt zu haben.  🙂 Es sah jedenfalls sehr lecker aus!

Wer es nachzaubern möchte braucht dazu:
9 Scheiben Vollkornzwieback
Radler
1 weicher Camembert (meiner war 150 Gramm schwer)
ca. 200 Gramm Frischkäse
flüssige Sahne
Salz, Pfeffer, Paprikapulver
1 kleine Zwiebel
Radieschen und Schnittlauch für die Garnitur

Und so schnell wirds gezaubert:
Camembert zerkleinern und mit dem Frischkäse und den Gewürzen zu einer weichen Masse verbinden. Es sollte in etwa die Konsistenz von Tiramisucreme haben. Ggf. flüssige Sahne hinzu geben. Macht es nicht zu flüssig! Ordentlich mit Salz, Pfeffer und Paprika würzen.

Die erste Schicht Zwieback auf einer Platte anrichten und mit dem Radler „einweichen“. Eben so wie auch bei einem „normalen“ Tiramisu. Eine Schicht de Obazda-Masse aufstreichen. Dann wieder Zwieback auflegen. Ich habe auf diese Weise drei Stockwerke „gebaut“. Die letzte Schicht war die Creme. Ein paar Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen (bei mir war es über Nacht). Der Zwieback sollte gut durchgezogen sein. Bitte achtet darauf beim Abdecken keine Alufolie zu verwenden!!

Da auch beim Obazda die Zwiebeln erst kurz vor dem Verzehr zugefügt werden sollten (da sie sonst einen bitteren Geschmack entwickeln) habe ich mich dazu entschieden sie in der Creme weg zu lassen.

Erst vor dem Servieren nochmals mit Paprikapulver bestreuen, jetzt die Zwiebel in kleine Stücke schneiden und darauf verteilen. Mit Schnittlauch und Radieschen garnieren.

An Guadn!

Eure Zaubermondin

Veggy Pflanzerl (Frikadellen)

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Nach der gestrigen Schlemmerei sollte es heute etwas bescheidener ausfallen. Ich habe mich für vegetarische Fleischpflanzerl mit Bohnensalat entschieden.
Heute habe ich mir wieder einmal die Zeit genommen an dem Rezept zu tüfteln. Bisher war ich immer noch nicht 100%ig damit zufrieden. Heute aber, was soll ich sagen, war alles genau so wie ich es mir vorstelle. Daher möchte ich es mit Euch teilen.

Ich habe dafür verwendet:
1 Packung Alnatura Soja Schnetzel fein (ergab gekocht ca. 440 gr)
100 gr Kidney Bohnen aus der Dose
1 große rote Zwiebel
1 eigeweichte Semmel
1 Ei (L)
20 gr Haferflocken zart
1 EL mittelscharfer Senf
Salz, Pfeffer, Majoran, Petersilie
Sojamilch

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Und so schnell werden sie gezaubert:
Soja Granulat nach Anleitung zubereiten. Allerdings etwas länger quellen als gewöhnlich. Danach sehr gut abtropfen lassen. Semmel in Sojamilch einweichen. Zwiebel in feine Würfel schneiden und mit etwas Öl andünsten. Beides abkühlen lassen und in eine Schüssel geben. Kidney Bohnen und die ausgedrückte Semmel dazu geben. Die Masse sehr gut durchkneten. Die Kidneybohnen sollten komplett ¨zermatscht¨ sein. Das gibt eine super Farbe und eine gute Konsistenz. Das Ei und die Gewürze dazu geben. Abschließend die Haferflocken einkneten und die Masse ca. 15 Minuten  quellen lassen. Ich empfehle Euch gut zu würzen und vor dem Braten nochmals zu probieren. Sie können schnell geschmacklos werden.
Mit feuchten Händen kleine Pflanzerl formen und in einer Pfanne mit ausreichend Fett von beiden Seiten gut anbraten. Fertig!

Sie schmecken kalt oder warm einfach super und können natürlich auch für Veggy Burger verwendet werden.
Lasst es Euch gut schmecken!

Eure Zaubermondin

Kaiserschmarrn

Kaiserschmarrn

Kennt ihr das? An manchen Tagen friert es einen bis auf die Knochen und man kann sich gar nicht erwärmen. Draußen ist es dunkel und trüb und grau. An solchen Tagen braucht man Seelenfutter. In meinem Fall war es heute ein fluffiger Kaiserschmarrn mit Pflaumenkompott und eine große Tasse Kaffee dazu. Verspeist am warmen Kachelofen. Das tat gut.

Es bleibt grau draußen. Vielleicht braucht jemand von Euch da draußen auch etwas für die Seele…

Zutaten:
2 EL Butter, etwas Öl
4 Eier (getrennt)
1 Pkg Bourbon Vanillezucker
375 ml Milch
125 Gramm Mehl
Rosinen
Puderzucker

Und so schnell wird er gezaubert:
Eier trennen. Eischnee schlagen. Eigelb mit Zucker schaumig rühren. Milch dazu geben und etwas aufschlagen dann das Mehl unterrühren. Zum Schluß den Eischnee unterheben. Etwas ruhen lassen.

Butter und Öl in einer Pfanne erhitzen. Nicht so heiß stellen sonst verbrennt der Schmarrn (mittlere Temperatur). Teig eingießen und erst jetzt die Rosinen gleichmäßig verteilen. Wer weiche Rosinen haben möchte sollte sie vorher in Wasser oder Rum einlegen. Pfanne mit einem Deckel schließen. Wenn die Masse gestockt und richtig schön hoch gegangen ist den Teig wenden. Eine schöne Farbe sollte er von beiden Seiten haben bevor der Schmarrn in kleine Stücke gerissen – nicht geschnitten – wird.

Auf einem Teller anrichten und mit Puderzucker bestreuen. Dazu passt Fruchtkompott oder Apfelmus.

Lekka 🙂

Habt einen kuschlig, warmen Abend!
Eure Zaubermondin

Knödelgröstl mit Soß

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Als ehemaliger Nicht-Vegetarier und Liebhaber der bayrischen Küche muss ich offen gestehen, dass ich regelmäßig nach einem Braten mit Knödel schmachte der am Nebentisch serviert wird. Nicht wegen dem Fleisch, aber wegen den Knödeln mit Soß… oh wie läuft mir da das Wasser im Munde zusammen. Natürlich hab ich aus Verzweiflung schon mal die ein oder andere Fertigsoße angerührt um sie dann wieder in den Abguss zu schütten. Nein nein, das ist nichts für mich und ein Braten kommt mir auch nicht in die Röhre 😉  … also habe ich mich heute ein wenig experimentell in der Küche herum getrieben.

Die Knödel aus 500 Gramm Knödelbrot waren schnell gemacht und bedürfen hier sicher keiner Anleitung. Dann ging es an die „Braten“Soße. Die, wenn ich es hier nun zugeben darf, wirklich köstlich zu den Knödeln geschmeckt hat. Sie sieht farblich auch sehr ansprechend aus wie ich finde und sie war wirklich schnell gezaubert.

Ich habe dazu verwendet:

3 mittelgroße Zwiebeln
200 g Kürbisfleisch
3-4 EL Tomatenmark mit Würzgemüse
250 ml Gemüsefond (ich habe einen aus dem Glas genommen der schon fertig ist)
1 Glas Rotwein
Salz, Pfeffer, Lorbeerblatt
(das sind hier Ca.-Angaben, denn ich habe leider nichts abgewogen bei der Herstellung sondern nach Gusto gekocht)

Zwiebeln und Kürbis klein schneiden und mit dem Lorbeerblatt im Öl andünsten. Salzen und pfeffern. Das Tomatenmark dazu geben und kurz anrösten. Mit dem Gemüsefond und dem Rotwein aufgießen. Und ca. 1 Std. auf kleiner Flamme einkochen. Mit dem Zauberstab pürieren (Lorbeerblatt vorher natürlich entfernen) und ggf. noch mit etwas Sahne und Rotwein verfeinern. Sollte die Soße zu dickflüssig sein (was bei mir nicht der Fall war) mit Brühe verdünnen.

Die fertigen Knödel in Scheiben schneiden mit Butter und Öl resch anbraten und mit der Soße servieren. Dazu gab es bei uns noch Blaukraut.

Lasst es Euch schmecken!

Eure Zaubermondin