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Ebereschen-/Vogelbeerenmarmelade

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Von den Kelten wurde die Eberesche als heiliger Lebensbaum verehrt und an rituellen Plätzen gepflanzt. Auch bei den Germanen war es ein heiliger Baum.

Entgegen dem allgemeinen Irrglauben sind die Vogelbeeren nicht giftig. Jedoch können sie bei übermäßigem und vor allem rohen Verzehr Bauchschmerzen bereiten. Gekocht allerdings sind sie uneingeschränkt und auch in großen Mengen essbar.

Ich habe heute ein Rezept mit Äpfeln für Euch. Beeren, die jetzt geerntet und nicht eingefroren werden geben einen sehr herben Geschmack, der an englische Orangenmarmelade erinnert. Es gibt auch spezielle Sorten die nicht so bitter sind aber da ich sie draußen in der Natur pflücke habe ich darauf keinen Einfluss. Ich werde aber nochmals ein anderes Rezept einstellen das weniger bitter schmeckt.

Ich bin für den heutigen Tag bedient, denn am heißesten Tag in der Woche Marmelade einkochen, auf so ne blöde Idee kann auch bloß ich kommen…..

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Wer es also auch gerne herb mag braucht dazu:

ca. 550 Gramm Vogelbeeren (ohne Blätter und Stengel)
ca. 450 Gramm geschälte und entkernte Äpfel
1 Zitrone
Vanille, Zimt
etwas Wasser
500 Gramm (Gelier)Zucker (meiner war von Alnatura aus Rohrohrzucker)

Und so schnell wirds gezaubert:

Beeren waschen, von Blättern und Stielen befreien. Mit etwas Wasser in einen Topf geben und weich kochen (ca. 30 Minuten). Äpfel ebenfalls schälen und entkernen und in kleine Stücke schneiden. Ebenfalls mit etwas Wasser und dem Saft einer Zitrone weich kochen. Ich habe heute Beeren und Äpfel in einem Topf zusammen geworfen und es später bereut. Denn die Äpfel durch ein Sieb quetschen, die Arbeit kann man sich sparen. Daher werde ich in Zukunft zwei Töpfe nehmen und die Äpfel dann mit dem Pürierstab zu Brei zerkleinern und nur die Beeren durch das Sieb drücken. Schalen, Stielreste und Kerne sollten von den Beeren im Sieb bleiben.

Hier zwei Fotos von heute vor dem Kochen und nach dem Kochen:

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Dann einen Topf nehmen und den (Gelier)Zucker mit etwas Wasser zum kochen und karamellisieren bringen. Das Fruchtmark von den Beeren und Äpfeln schnell unterrühren und mit Vanille und Zimt abschmecken. Ca. 3 Minuten brodelnd kochen lassen und in ausgekochte Gläser füllen. Eine Gelierprobe kann man sich sparen, denn die Marmelade zieht schon beim Kochen im Topf an. Für ca. 5 Minuten die gefüllten, heißen Gläser auf den Kopf stellen. Danach ist der Inhalt lange haltbar (hier sicher nicht, aufgrund von übermäßigem Verzehr *kicher*).

Laßt es Euch gut schmecken!

*Piep*

Eure Zaubermondin

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Gibt das Leben Dir eine Zitrone, mach Marmelade daraus

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Hallo meine Lieben,

nach einer Woche Grippe melde ich mich zurück mit einem Marmeladenrezept. Mich hat es ganz schön gebeutelt und ich habe immer noch keinen Geruchs- und Geschmackssinn was ich persönlich als große Strafe und als kaum zu ertragen empfinde.

Aber hey, gibt Dir das Leben eine Zitrone, mach Limonade ähhh Marmelade daraus  😉

An diesen Spruch konnte ich mich schon oft erinnern. Meine Kunstlehrerin hatte mir das vor vielen vielen vielen Jahren in mein Poesiealbum geschrieben. Dazu zwei schöne Zeichnungen. Eigentlich wollte ich ja dieses Bild verwenden, aber ich konnte das Büchlein auf die Schnelle nicht finden (jaaa ich sollte mal wieder den Speicher aufräumen). So entstand das lustige Foto da oben.

Ich habe etwas experimentiert (war eher so ne Spontanhandlung als ich diese tollen Zitronen im Geschäft liegen sah). Daher ist das Rezept mengenmäßig etwas seltsam. Ich habe mich für wenig Zucker entschieden, da mir die fertigen Marmeladen im Geschäft immer viel zu süß sind. Wenn ich Zitrone esse dann darf das ruhig etwas säuerlich sein und ein wenig herb. Und genau so schmeckt sie: Sehr fruchtig, leicht herb und schön säuerlich. Das zumindest hat mir mein Tester erzählt. Ich schmecke ja wie gesagt rein gar nichts…  😦 Ich vertraue auf sein Urteil!

Daher jetzt zum Rezept.

Ich habe dazu verwendet:

6 Zitronen unbehandelt, mit essbarer Schale (hatte mit Schale ca. 1070 Gramm)
1 Pack Vanillezucker
6 EL Agavendicksaft
1 Pack (500 Gramm)  3:1 Gelierzucker
Wasser

Und so schnell wirds gezaubert:

Zitronen heiß abwaschen und gut abtrocknen. Wenn ihr wie ich die Schale mit verwenden wollt, sollten die Zitronen ganz frisch und fest sein. Mit einem Zitronenschaber die Zitronen von Ihrer Schale „befreien“ und die Streifen zu Seite stellen.

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Dann die Zitronen von ihrer Schale befreiten. D. h. die weiße Haut abschneiden. Wer mag kann sie auch filetieren. Ich habe die dünne Haut dran gelassen (Fruchtfleisch hatte ich danach ca. 560 Gramm). Zitronen klein schneiden und Kerne entfernen. Mit Agavendicksaft und Vanillezucker mit dem Pürierstab zerkleinern. Fruchtmasse bis zur angegebenen Menge (1250 ml) mit heißem Wasser aufgießen nochmals pürieren und etwas ziehen lassen (bei mir war das ca. 30 Minuten).

Fruchtmasse und Schalenstreifen zusammen mit Gelierzucker in einen Topf  geben und wie angegeben unter ständigen Rühren aufkochen und dann 3 Minuten weiter kochen lassen.

In abgekochte Gläser umfüllen. Fertig!

Sauer macht lustig….. lacht mal wieder!  🙂

Eure Zaubermondin

Bayrisches Obazda-Tiramisu

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Hallo ihr Lieben.

Ich komme gerade von einem langen Schlemmerwochenende. Meine liebe Schwester und meine Tante feierten Geburtstag. Bei der letzten Geburtstagsparty hatte ich einen Plan ausgeheckt. Ich wollte für die „ich mag das süße Zeug doch nicht so gern“-Gäste ein ganz spezielles Leckerchen erstellen. Ein bayrisches Tiramisu war der Plan, den ich für dieses Wochenende dann auch tatsächlich umgesetzt habe.

Ein veganes Tiramisu Rezept brachte mich auf die Idee… na zumindest wurde dieses süße Tiramisu mit Zwieback gemacht. Da es einen ganz tollen Vollkornzwieback ohne Zusatz von Zucker bei Rossmann gibt dachte ich weiter an dieser Idee und kam dann letztendlich zu diesem Rezept hier.

Da ich selbst nicht so der Fan von Bier und Obazda bin kann ich selber kein direktes Urteil darüber abgeben, aber den anderen scheint es geschmeckt zu haben.  🙂 Es sah jedenfalls sehr lecker aus!

Wer es nachzaubern möchte braucht dazu:
9 Scheiben Vollkornzwieback
Radler
1 weicher Camembert (meiner war 150 Gramm schwer)
ca. 200 Gramm Frischkäse
flüssige Sahne
Salz, Pfeffer, Paprikapulver
1 kleine Zwiebel
Radieschen und Schnittlauch für die Garnitur

Und so schnell wirds gezaubert:
Camembert zerkleinern und mit dem Frischkäse und den Gewürzen zu einer weichen Masse verbinden. Es sollte in etwa die Konsistenz von Tiramisucreme haben. Ggf. flüssige Sahne hinzu geben. Macht es nicht zu flüssig! Ordentlich mit Salz, Pfeffer und Paprika würzen.

Die erste Schicht Zwieback auf einer Platte anrichten und mit dem Radler „einweichen“. Eben so wie auch bei einem „normalen“ Tiramisu. Eine Schicht de Obazda-Masse aufstreichen. Dann wieder Zwieback auflegen. Ich habe auf diese Weise drei Stockwerke „gebaut“. Die letzte Schicht war die Creme. Ein paar Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen (bei mir war es über Nacht). Der Zwieback sollte gut durchgezogen sein. Bitte achtet darauf beim Abdecken keine Alufolie zu verwenden!!

Da auch beim Obazda die Zwiebeln erst kurz vor dem Verzehr zugefügt werden sollten (da sie sonst einen bitteren Geschmack entwickeln) habe ich mich dazu entschieden sie in der Creme weg zu lassen.

Erst vor dem Servieren nochmals mit Paprikapulver bestreuen, jetzt die Zwiebel in kleine Stücke schneiden und darauf verteilen. Mit Schnittlauch und Radieschen garnieren.

An Guadn!

Eure Zaubermondin

Falsches Lebbewoschtbrot

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Eigentlich finde ich sowas ja irgendwie blöd. Diese seltsamen Fleisch/Wurst-Ersatz-Produkte. Wie Sojawürstchen, Tofugrillfleisch etc. Oder auch Gerichte, die optisch einem etwas vorgaukeln wollen oder Fleischgerichte „imitieren“. Aber leider braucht man bei bestimmten Tischgästen solche „Zaubergerichte“ um gegen die antrainierte Abneigung gegen vegetarisches Essen anzukommen. Andere brauchen sie, damit es ihnen leichter fällt Vegetarier zu werden.

Nun ja und dann gibt es auch noch die Sachen, die wirklich gut schmecken und mich dazu bringen sie trotzdem auf den Tisch zu bringen. Wie diese Leberwurschtzauberbrote. Eine echte Leberwurscht schmeckte mir früher nicht wirklich, dieser Aufstrich jedoch hat mich überzeugt. Daher möchte ich das schnelle Rezept einer Freundin mit Euch teilen.

Das braucht ihr dazu und so schnell wirds gezaubert:

1 Zwiebel gewürfelt in 3  EL Öl und 2 TL Majoran dünsten
zusammen mit 1 Dose Kidneybohnen (abgetropft u. gewaschen) und
175 Gramm Räuchertofu
sowie Pfeffer, Salz und Petersilie fein pürieren.
Fertig!
Lasst es Euch schmecken.
Eure Zaubermondin